Irland-Urlaub [Teil 1]

Ende August ging es für zwei Wochen in den Urlaub nach Irland in das Ferienhaus meiner Großeltern. Seit ich denken kann, ist dieses Haus eine Konstante in unserer Familie. Bis ich ungefähr zehn war, fuhren meine Eltern jeden Sommer mit uns Kindern für einen Monat in das gemütliche Cottage am Fuß des Ben Bulben. Also ein Ort, der in meinen Kindheitserinnerungen sehr lebendig ist – das Finale der WM 1990 mit meinem Vater und meinem Opa im Pub schauen, Angeln und mit der Beute überfordert sein, der Geruch von Torffeuer, gesalzen Butter, Angst vor den kläffenden Schäferhunden, bei Arschkälte im Atlantik baden bis die Lippen blau sind. Ich weiß zwar nicht mehr genau wann, aber irgendwann Anfang der Neunzigern kam dann der Zeitpunkt, dass Irland nicht mehr unser bevorzugtes Urlaubsziel war und wir anfingen, andere Gefilde zu erkunden. Wahrscheinlich waren wir Kinder einfach nur in das Alter gekommen, in dem ein Hotelurlaub zu einer Option wird. Ins Cottage ging es ab da nur noch sporadisch.
Obwohl ich in den letzten 20 Jahren vielleicht 5 oder 6 Mal dort gewesen bin, ist das Haus im County Sligo für mich wie eine zweite Heimat. Jetzt mit zwei kleinen Kindern bin ich an dem Punkt, an dem ich die Vorzüge eines voll eingerichteten Ferienhauses gegenüber einem Hotelzimmer wieder zu schätzen weiß. Und irgendwie ist es für mich auch wie eine Reise in die Vergangenheit. Wieder geht es auf die gleichen Ausflüge, die ich schon vor mehr als 20 Jahren gemacht habe. Back to the roots. Nur diesmal in einer anderen Rolle. Eine seltsame Sache mit dem eigenen Nachwuchs an die Orte zurückzukehren, an denen die eigene Kindheit so präsent ist.

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Comments

  • Olga 17. Januar 2015 Antworten

    It’s really a wonderful place and it is a great idea to keep the tradition of your family
    Probably your children will also have the same memories as you do now. I wish you that the roots to this place keep growing with your lovable family.

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