Über und unter München

Münchener U-Bahnstation Georg-Brauchle-Ring U1

Ich bin mit meinen Blog-Posts etwas im Rückstand. Der Photo-Streifzug, über den ich hier schreibe, liegt nun mehr als fünf Monate zurück.
Nachdem Ruslan und ich bei unserer ersten Photo-Tour im Münchener U-Bahnnetz vom Wachschutz wegen einer fehlenden Genehmigung vertrieben wurden, hatten wir uns überlegt, dass wir es nochmal mit einer Genehmigung versuchen wollten. Wie es sich herausstellte, ist es denkbar einfach, eine Genehmigung zu bekommen: man füllt das Kontaktformular auf der MVG-Webseite aus, unterschreibt eine Erklärung zur Sicherheit und Haftung und fertig.
Als wir uns aufmachten zu unserem Streifzug, war das Wetter so überzeugend, dass wir kurzentschlossen noch ein paar Aufnahmen an der Oberfläche machen wollten, bevor wir in die Münchener Unterwelten abtauchten. Da wir eh die U-Bahnstationen Olympia-Einkaufszentrum, Georg-Brauchle-Ring und Westfriedhof als Ziele angepeilt hatten, haben wir einfach einen Zwischenstop am Olympiapark eingelegt und den Sonnenuntergang über München mitgenommen. Photographieren mit Stativ ist übrigens kein Problem auf dem Olympiaturm. Die Sicherheitsleute haben gesehen, dass wir Stative und Phototaschen dabei hatten, Einwände kamen aber nicht. Überraschender Weise war es fast menschenleer auf dem Turm. So konnten wir unsere Photo-Ausrüstung ausbreiten und ungestört photographieren.

Sonnenuntergang in der Ferne

Sonnenuntergang

München vom Olympiaturm

BMW Museum während der blauen Stunde

Olympiadorf bei Nacht

Olympiadorf bei Sonnenuntergang

Olympiastadion während der blauen Stunde

Olympiastadion von oben

Nach Einbruch der Dunkelheit haben wir uns dann zu unserem eigentlichen Ziel dieses Streifzugs aufgemacht: den neuen, schönen U-Bahnstationen an der Linie U1 Olympia-Einkaufszentrum, Georg-Brauchle-Ring und Westfriedhof.
Nach wie vor finde ich es seltsam und unangenehm in der Öffentlichkeit zu photographieren. Dabei fühle ich mich immer beobachtet, was nicht unbedingt dazu führt, dass ich entspannt und konzentriert bei der Sache bin. Natürlich wird es etwas besser, je länger ich an einer Location bin. Trotzdem – so entspannt, wie alleine draußen in der Natur zu photographieren, ist es nie. Am schwierigsten ist es eigentlich, die eigene Hemmschwelle zu überwinden, auszupacken und loszulegen. Ist der Schritt erstmal getan, geht es bergauf. Glücklicherweise war an den U-Bahnstationen nicht allzu viel los und wir konnten bis auf ein paar kleine Ausnahmen ungestört und wenig beobachtet photographieren.
Für die Aufnahmen der U-Bahn hatten wir uns überlegt, fahrende Züge mit in die Aufnahmen einzubeziehen. Da es so gut wie unmöglich ist, einen Moment zu erwischen, in dem auf beiden Seiten des Bahnsteiges Züge abfahren, habe ich jeweils separate Aufnahmen gemacht und sie in Photoshop zusammengefügt. Der Nachteil dieser Methode ist, dass die Abstände zwischen den U-Bahnen Nachts recht lang sein können. Daher muss man schonmal 10 min warten, bis man die beiden Aufnahmen für eine Komposition zusammen hat. Gerade wenn man unterschiedliche Bildkompositionen ausprobieren möchte, zieht sich der Prozess durch das Warten auf die Züge ziemlich in die Länge. Letzten Endes haben wir unseren Streifzug am Westfriedhof abgebrochen, da die Taktung nach Mitternacht bei 20 Minuten liegt und uns die Wartezeit endgültig zu lang wurde.
Anders als sonst in der Digitalphotographie kann man wegen der Einzelaufnahmen nicht direkt auf dem Kameradisplay das Resultat begutachten. Wie in der analogen Photographie blieb für uns also die Spannung nach Hause zu fahren und die Bilder zu „entwickeln“.

Die Münchener U-Bahnstation Olympiaeinkaufszentrum

Olympiaeinkaufszentrum

Die Münchener U-Bahnstation Georg-Brauchle-Ring

Georg-Brauchle-Ring

Die Münchener U-Bahnstation Westfriedhof

Ruslan an der U-Bahnstation Westfriedhof

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