Neuzugang: Yashica Electro 35 GX

Yashica Electro 35 GX
Yashica Electro 35 GX

Yashica Electro 35 GX

 

Vor kurzem habe ich angefangen, neben der DSLR auch Schwarzweiß-Film zu verwenden und selbst zu entwickeln. Bis jetzt habe ich dazu eine Pentax ME, eine SLR aus den frühen 80iger, verwendet. Die Wahl fiel auf diese Kamera, da sie klein, robust und günstig ist. Nebenbei kann ich meine K Bajonett Objektive daran verwenden.

Wie der Titel des Posts schon andeutet, habe ich mir eine zweite, analoge Kamera zugelegt: eine Yashica Electro 35 GX. Das Thema Messsucher hat mich schon länger gereizt (muss ja einen Grund haben, dass die Leica M keinen AF hat). Bis die SLRs durch die Einführung des Autofokus den Markt erobert haben, gab es eine Vielzahl an Messsucherkameras im Einsteigerbereich: Canon Canonette, Rollei 35, Yashica Electro 35 uvm. Die Meinungen über die einzelnen Messsucherkameras gehen sehr auseinander und über jeder der genannten habe ich schon irgendwo gelesen, es wäre ‚die Leica des kleinen Mannes‘.

Die Yashica Electro 35 GX ist die kleine Schwester der verbreiteten Electro 35 GSN – sowohl was die Ausmaße als auch die Ausstattung angeht. Ausgestattet ist die GX mit einem 1:1.7 40 mm Objektiv mit einer Nahstellgrenze von 80 cm. Die Kamera verfügt nur über einen Blendenvorwahl-Modus mit einer kürzesten Belichtungszeit von einem 1/500. An der Ausstattung der Kamera merkt man schon, dass Einsteiger die Zielgruppe waren. Die Belichtungszeit wird nicht angezeigt, sondern durch zwei Pfeile werden auf Belichtungszeiten über 1/30 und unter 1/500 (sprich Überbelichtung) hingewiesen. Bei Belichtungszeiten über 1/30 leuchtet zwar zur Warnung ein oranger Pfeil auf, die Kamera löst jedoch aus und belichtet bis zu 30 sec. Über einen ‚Bulb‘-Modus verfügt die GX jedoch nicht. Etwas frickelig ist, dass die Kamera über keine separate Belichtungskorrektur verfügt, sondern nur über Veränderung des ASA Werts Einfluss auf die Belichtungsmessung genommen werden kann.

Insgesamt macht die Yashica Electro 35 GX einen soliden Eindruck. Für eine Kamera, die über 30 Jahre auf dem Buckel hat, sieht mein Exemplar überraschend gut aus. Da ich die Kamera auf eBay von einer Privatperson aus einer Wohnungsauflösung zusammen mit einer Bereitschaftstasche erstanden habe, vermute ich, dass die Kamera die letzten 30 Jahre in dieser verpackt verbracht hat. Anders kann ich mir einen derart guten Zustand nicht erklären. Wäre nicht der strenge Aschenbecher-Geruch, könnte meine GX fast als Neuware durchgehen.

Leider hat mir bis jetzt die Zeit gefehlt, mal eine Rolle Film mit der Kamera zu schießen, was ich hoffentlich bald nachholen kann. Ich bin schon sehr gespannt, wie sich die Yashica Electro 35 GX unter Feldbedingungen schlägt und ob es einen großen Unterschied im Handling von SLRs und Sucherkameras gibt.

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