Köln

Kölner Dom Dämmerung

Der Trip nach Köln hat schon am 28.3. stattgefunden. Der April war bei mir allerdings mit Arbeit vollgestopft, daher bin ich mit den Berichten über meine Dienstreisen etwas im Rückstand.
In Köln kenne ich mich nicht wirklich aus, deswegen hatte ich beschlossen, mir eine sichere Sache vorzunehmen und den Ausblick auf Kölner Dom und Hohenzollernbrücke vom Reiterstandbild Friedrichs III während der Dämmerung zu fotografieren. Zwar ist diese Ansicht schon millionenfach abgelichtet worden, aber es bleibt irgendwie immer die Hoffnung, dass man ein eigenen und einzigartigen Blickwinkel findet.
Als ich mich auf den Weg von der Kölner Innenstadt zu der ausgewählten Fotolocation machte, stand die Sonne bereits sehr tief und erzeugte mit den langen Schatten eine spannende Stimmung. Daher habe ich mitten auf der Hohenzollernbrücke einen Zwischenstop eingelegt, um ein paar Gegenlichtaufnahmen zu machen. Als zeigenswerte Ergebnisse kamen dabei eine Aufnahme der vielen Schlösser an dem Gitter der Brücke und eine der Passanten mit ihren langen Schatten heraus.

Wie erwartet war ich nicht der Einzige, der Kölner Dom und Hohenzollernbrücke von der Position aus fotografieren wollte. Schon vor mir waren dort zwei weitere Fotografen eingetroffen und hatten ihre Ausrüstung in Stellung gebracht. Lustiges Detail: beide Fotografen hatten eine wesentlich teurere Ausrüstung als ich (Canon 5D Mark III bzw Canon 7D sowie die passenden Canon L Zoom-Objektive dazu) und somit keine Kompromisse eingegangen waren – mitleidige Blicke in Richtung meiner APS-C DSLR und der kleinen Festbrennweite. Jedoch versuchte der eine konsequent, die Hohenzollernbrücke mit einem Blitz auszuleuchten, während die andere nur die dünnsten Auszüge und die Mittelsäule ihres Stativs verwendete, um ein maximales Maß an Instabilität zu gewährleisten. Zeigt wieder einmal, dass nur weil man viel Geld ausgegeben hat, nicht automatisch ein guter Fotograf wird.
Nach dem enttäuschenden Sonnenuntergang dauerte es eine gefühlte Ewigkeit bis die Beleuchtung des Doms eingeschaltet wurde. Als es soweit war, hatten schon die ersten Fotografen aufgegeben und die Dämmerung war fast vorbei. Aber das Warten hat sich gelohnt – auch wenn das Motiv so schon zigfach fotografiert wurde.
Auf dem Rückweg zum Hotel habe ich dann schnell an der Treppe vom Rheinufer hoch zum Dom mein Stativ aufgebaut und eine Nachtaufnahme von Kölns Wahrzeichen aus einem anderen Blickwinkel aufgenommen.

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