Prag bei Nacht

Karlsbrücke bei Nacht

Meine letzte Dienstreise hat mich für drei Tage (12.-15.2.) nach Prag geführt. Da schon im Vorhinein klar war, dass meine Arbeitszeiten vor Ort mit den Tageslichtzeiten kollidieren werden, musste ein Stativ mit. Das Problem mit meinem Stativ – dem Manfrotto 055XPROB und 3-Wege-Neiger – ist, dass es groß und schwer und sich somit nicht zu Reisen mit leichtem Gepäck passt. Da in näherer Zukunft noch weitere Geschäftsreisen anstehen, die sich mit abendlichen Fototouren verbinden ließen, habe ich mich auf die Suche nach einem guten Reisestativ gemacht. Nach einiger Recherche und Überlegung habe ich mich für das Manfrotto Befree entschieden. In Prag musste das leichte Stativ mit dünnen Beinchen zeigen, was es kann.

Da ich erst abends um 7 in Prag angekommen bin, war es schon komplett dunkel, als ich mich auf meinen ersten Streifzug durch die Prager Altstadt gemacht habe. Über ein paar Umwege (etwas Verlaufen) habe ich mein erstes Ziel angesteuert – die Karlsbrücke. Da es schon etwas später und recht kalt war, war auf dem wahrscheinlich meist fotografierten Wahrzeichen Prags recht wenig los. In Kombination mit den Belichtungszeiten von mehreren Sekunden wirken die Bilder der Brücke fast menschenleer. Eigentlich hatte ich vor, nach der Karlsbrücke noch weitere Prager Sehenswürdigkeiten aufzusuchen, da es aber schon spät und ich durchgefroren war, habe ich den Rest von Prag für den nächsten Abend übrig gelassen.

Da ich am zweiten Abend die Karlsbrücke und die Prager Burg unbedingt während der blauen Stunde aufnehmen wollte, ich aber spät dran war, musste ich mich sehr beeilen, um noch rechtzeitig zu kommen. Zu meinem Glück lief alles wie am Schnürchen: in den letzten Momenten der blauen Stunde an der Location angekommen, schnell das Stativ aufgebaut, ein paar Mal abgedrückt – fertig. Ich finde, das Ergebnis lässt sich sehen – und offenbar sind die 500px-Nutzer auch der Meinung: bis jetzt mein erfolgreichstes Bild auf der Plattform.
Von der Karlsbrücke ging es dann weiter zur Prager Burg. Von dort hat man einen tollen Blick über Prag, jedoch war diese Aussicht fotografisch schwer einzufangen, da Bäume im Vordergrund die Sicht etwas einschränken und ich auf die Brennweiten 15 mm und 35 mm beschränkt war. Daher habe ich versucht, den Ausblick als Bokeh einzufangen.
Nach einem kleinen Abendessen in der Stadt habe ich zum Abschluss des Abends noch ein paar Langzeitbelichtungen von den Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung meines Hotels gemacht. Zeigenswert von dieser Serie ist in meinen Augen die Aufnahme des Pulverturms und die des Prager Rathauses.
Insgesamt bin ich von Prag mit seinem mittelalterlichen Flair – nicht nur in fotografischer Hinsicht – begeistert und freue mich schon auf nächste Reise in die tschechische Hauptstadt.
Zu dem Manfrotto Befree kann ich nur sagen, dass es wesentlich stabiler ist als es auf den ersten Blick wirken mag. Auch bei vollem Auszug lassen sich bei Langzeitbelichtungen mit 35 mm Objektiv keine Wackler erkennen. Einzige Kritikpunkte für mich ist der etwas frickelige Mechanismus, mit dem die Schnellwechselplatte arretiert wird, und in manchen Situationen ist der maximale Auszug von 144 cm zu niedrig für mich.

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